25. Oktober 2018 Alt bedeutet nicht gleich alt

 
Erstellt am 07.09.2018 von Tatjana Paeck

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Berliner Freiheit 10, 28327 Bremen

Regionalkonferenz Bremen, »Gesund und Aktiv Älter werden«

Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels stehen Quartiere vor großen Herausforderungen und neuen Aufgaben. Denn gerade für ältere Menschen hat das Wohnumfeld eine wichtige Bedeutung. Wie kann also das Quartier für seine Bewohner*innen bis ins hohe Alter ein Zuhause und ein Ort zum Wohlfühlen bleiben?

Um dieser Frage nachzugehen, ist es notwendig, den Fokus von überholten Klischees und Stereotypien wegzulenken und sich ein differenziertes Bild vom Alter zu machen. Alt bedeutet nicht gleich alt, und viele der heute älteren Menschen sind gesünder als früher (Siebter Altenbericht, 2016). Ältere Menschen verfügen über eine Vielzahl individueller Gesundheitspotenziale und -ressourcen. Abhängig von der sozialen Lage sind diese jedoch sehr unterschiedlich verteilt. Um die Gesundheit, Lebensqualität und Selbstbestimmung im Alter, unabhängig von der sozialen Lage, zu erhalten und zu steigern gilt es diese Potenziale und Ressourcen wahrzunehmen und zu nutzen. Zudem ist es erforderlich, allen älteren Bewohner*innen im Quartier die Möglichkeit zu geben, an der Gestaltung ihrer Wohnumgebung mitzuwirken. Relevante Themen sind hier z. B. die geeignete Wohnform, der Ausbau einer lokalen Angebotsstruktur für Ältere, die Gestaltung eines komfortablen, sicheren und anregenden Wohnumfeldes, der Abbau von Barrieren und die Förderung des sozialen Zusammenhalts im Quartier.

Die 6. Bremer Regionalkonferenz findet im Rahmen der bundesweiten Veranstaltungsreihe der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) „Gesund und aktiv älter werden“ statt.

In zwei einführenden Vorträgen stellen die Referenten die Bedeutung des Quartiers für die Lebensqualität im Alter heraus und beleuchten die Möglichkeiten und Herausforderungen für gesundheitsförderndes Verhalten von Älteren im Quartier. Die anschließenden praxisorientierten Workshops zeigen Wege und Konzepte für die Umsetzung von quartiersbezogener Gesundheitsförderung im Alter auf und bieten Raum für Diskussion. Die Veranstaltung richtet sich an Haupt-, Neben- und Ehrenamtlichen aus den Bereichen Umwelt, Gesundheit, Pflege, Stadtplanung und Bau, Kunst und Kultur, Soziales, Sport, Selbsthilfe, Politik, Migration und Integration, Quartiersmanagement, Krankenkassen, Seniorenarbeit sowie weitere Interessierte.

 

Programm

09:30 Uhr | Anmeldung und Begrüßungskaffee

10:00 Uhr | Begrüßung und thematische Einführung
Susanne Nolte, Bremer Volkshochschule und Landesvereinigung für Gesundheit Bremen e. V.
Prof. Dr. Eva Quante-Brandt, Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz
Dr. Monika Köster, Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

10:30 Uhr | Die Bedeutung des Quartiers für die Lebensqualität im Alter
Prof. Dr. Harald Rüßler, Fachhochschule Dortmund

11:15 Uhr | Kaffeepause

11:45 Uhr | Möglichkeiten und Herausforderungen für gesundheitsförderndes Verhalten von Älteren im Quartier
Prof. Dr. Benjamin Schüz, Universität Bremen,Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)

12:30 Uhr | Mittagspause

13:30 Uhr | Kultureller Input: Walk Act – „Schrapnellen“
Die Süßen Frauen, Blaumeier-Atelier

14:00 Uhr | Workshops

WS 1
Gemeinsam für eine gesunde Stadtentwicklung – Zusammenarbeit von Stadtplanung und Öffentlichem Gesundheitsdienst
Paula Quentin, Technische Universität Dortmund
Tanja Brüchert, Universität Bremen, Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)

WS2
Partizipative Quartiersentwicklung

Erfahrungen mit partizipativen Methoden und neuen Anspracheformen
Veit Hannemann, Nachbarschaftshaus Urbanstraße e. V.

Am Beispiel der Zusammenarbeit von Senioren-Organisationen, Quartiersmanagement und Wissenschaft
Dirk Gansefort, Leibniz-Institut für Präventions­- forschung und Epidemiologie – BIPS
Dirk Stöver, Quartiersmanagement Neue Vahr

Moderation
Tatjana Paeck, Landesvereinigung für Gesundheit Bremen e. V. in Kooperation mit der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Nds. e. V.

WS 3
Neue generationsübergreifende Wohnformen im Quartier – Am Beispiel Stiftungsdorf Ellener Hof
Sabine Schöbel, Bremer Heimstiftung

Moderation
Nicole Tempel, Landesvereinigung für Gesundheit Bremen e. V. in Kooperation mit der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Nds. e. V.

WS4
Durch gute Nachbarschaften Gemeinschaft erleben
Anke Bülow, IN VIA Rostock e. V.

Moderation
Astrid Gallinger, Gesundheitstreffpunkt West

15:30 Uhr | Kaffeepause

16:00 Uhr | Ausblick und gemeinsamer Abschluss der Veranstaltung

16:45 Uhr | Ende


Gesamtmoderation
Thomas Altgeld, Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e. V.